Der Gestalt-Ansatz in der Beratung

Seit 01.01.2020 gelten das Fortbildungsreglement (FBR-SVDE) sowie die Zertifizierungsrichtlinien.
Das Wichtigste in Kürze: 1 Fortbildungsstunde = 1 SVDE-Punkt

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Datum (von)03.03.2022
Datum (bis)08.12.2022
Zeit (von)09:15
Zeit (bis)18:30
VeranstalterIKP Institut für Körperzentrierte Psychotherapie
VeranstaltungsortKanzleistrasse 17
Zürich 8004
Schweiz
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SVDE-Punkte18
ThemengebietDiagnostik/Therapie/Prävention
Link zur Websiteikp-therapien.com
Details zur Veranstaltung

Diese 8-tägige Fortbildung richtet sich an Berater(innen), die bereits eine Berufsausbildung und Berufspraxis in psychosozialer Beratung haben und den Gestalt-Ansatz vertiefter kennen lernen möchten, um ihre Berufskompetenzen zu erweitern und ihn in ihre Berufspraxis einfliessen zu lassen.

Diese Kursreihe hat zum Ziel, Kenntnisse über die zentralen Konzepte des Gestalt-Ansatzes zu vermitteln. Als Schwerpunkt werden Kenntnisse über das Menschenbild, die Grundhaltung, die Beziehungs— und Prozessgestaltung und Methodik vermittelt.

Gestaltberatung ist ein eigenständiger Beruf auf der Grundlage der Gestalttherapie und ihrer Konzepte. Die Gründer der Gestalttherapie sagten einmal: Gestalttherapie ist zu wertvoll, um nur Kranken in Form von Psychotherapie vorbehalten zu bleiben. Sie dient auch Menschen ohne Krankheitsbilder zur persönlichen Entwicklung (personal growth) und kann in Beratungsfeldern eingesetzt werden, um Familien, Gruppen und Organisationen zum Wachstum zu verhelfen.
Die Vermittlung der Kursinhalte erfolgt erfahrungsorientiert: Theorie und Praxis werden durch die Möglichkeit von Selbsterfahrungsarbeit und Supervision oder mit Übungen und Experimenten innerhalb der Gruppe verknüpft. Anhand empfohlener Literatur können die Teilnehmenden im Selbststudium ihr Wissen vertiefen.

Lernziele und zu erreichende Kompetenzen

• Vertiefte Kenntnisse über die theoretischen Grundlagen der Gestalttherapie,
• Umsetzung der Gestalt-Konzepte in eine Beratungspraxis,
• Vertiefung der Beratungskompetenzen in der Gestaltung der Klient(inn)enbeziehung,
• erweiterte Fähigkeiten, den Beratungsprozess der Klient(inn)en kontaktvoll zu begleiten,
• ethische und berufsrechtliche Einbettung der Beratung, Abgrenzung von Psychotherapie.

Der Kurs besteht aus 8 eintägigen Präsenzmodulen:

1. Termin: Peter Schulthess
inkl. 90 Min Intro mit Antonio Bettinaglio (09.15 bis 10.45 Uhr Kennenlernen) Gruppenbildung. Kennenlernen. Einführung in die Geschichte und zentrale Konzepte der Gestalttherapie und -beratung. Relationaler Gestalt-Ansatz. Abgrenzung von Psychotherapie und psychosozialer Beratung in Theorie, Recht und Praxis.

2. Termin: Peter Schulthess
Theorie und Praxis der Gestaltberatung: Ganzheitlicher Ansatz, Kontaktmodell. Arbeiten an der Kontaktgrenze im Hier und Jetzt, Präsenz, Gestaltbildungsprozesse, Figur und Hintergrund, Phänomenologisches Arbeiten, Gestaltinterventionen. Mit Praxisbeispiel zur Selbsterfahrung. Reflexion des Praxisbeispiels.

3. Termin: Antonio Bettinaglio
GT Tool-Pyramide und die 5 Explikaktionsniveaus. Gelegenheit zur Selbsterfahrung als Praxisbeispiel.

4. Termin: Peter Schulthess
Praxisfelder der Gestaltberatung: psychosoziale Beratung, Paar— und Familienberatung, Ernährungsberatung, Elternberatung, Palliative Care, Organisationsberatung, Coaching, Social and Cultural Change-Prozesse: Wie kann der relationale Gestalt-Ansatz in diese Arbeitsfelder übernommen werden? Praxisbeispiel.

5. Termin: Antonio Bettinaglio
GT Anthropologie, Persönlichkeits— und Prozessmodelle inkl. Kontaktzyklus mit GT-Störungsmodellen, Interventionslehre der GT-Beratung, Grundhaltung der GT-Beratung.

6. Termin: Peter Schulthess
Gruppendynamik, Macht, Kontaktstörungen und Kontaktfunktionen in Gruppen und Organisationen. Umgang damit. Supervision.

7. Termin: Antonio Bettinaglio
GT Leitkonzepte und deren Hintergrund: a) Körper, b) Sprache, c) Feldtheorie. Supervision der Peergruppen.

8. Termin: Peter Schulthess
inkl. 90 Min. Evaluation mit Antonio Bettinaglio (15.15 bis 16.45 Uhr)
Ethische und philosophische Verankerung des Gestalt-Ansatzes. Berufsregeln. Die Bedeutung der eigenen Person der Berater(in) im Beratungsprozess. Eigene Persönlichkeitsentwicklung. Supervision. Evaluation der Kursreihe.

Struktur der Kurstage:
• Theorieinput zum Kursthema,
• Selbsterfahrungsexperimente / Prozesse dazu in Kleingruppen,
• Sharing-Feedback-Supervision dieser Experimente unter TN,
• ergänzende Theorie zu hier auftauchenden Fragen / Praxistransfer-Fragen mit Gelegenheit zur Supervision von Klientensitzungen aus der Praxis der TN.

Seminarleitung
MA MSc Antonio Bettinaglio
Eidg. anerkannter Psychotherapeut

lic. phil. Peter Schulthess
Eidg. anerkannter Psychotherapeut ASP

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